Safran


Dass Safran mit bis zu rund 800 Euro pro kg zu Recht als teuerstes Gewürz der Welt gilt, hat einen nachvollziehbaren Grund: Jede Pflanze hat nur 1-2 violette Blüten mit jeweils drei orange-roten Stempelfäden, die als eigentlicher Safran per Hand gesammelt werden. Die Zeit dafür ist knapp, denn bis zum Verwelken der Blüten vergehen höchstens drei Tage. Nach der Ernte trocknet man die Stempelfäden, die mit ihrem typischen starken Duft und einem würzig-bitteren Aroma das eigentliche Gewürz ergeben. Der berühmte griechische Arzt Dioscurides (40-90 n. Chr.) empfahl Safran z.B. bei Frauenleiden und gegen Probleme mit Nieren und Blase. Sein deutscher Kollege Jakob Dietrich – auch Tabernaemontanus genannt – setzte Safran im 16. Jahrhundert ebenfalls gegen Nierenleiden; außerdem bei Lebererkrankungen sowie bei der Geburtshilfe ein. Tabernaemontanus schwor sogar darauf, dass Safran der Pest den Schrecken nehmen könne. Eins ist klar – eine echte Paella ohne Safran geht natürlich gar nicht! Aber auch andere Klassiker wie Risotto oder Pilaw würzt man traditionell gerne mit Safran. Weitere klassische Einsatzgebiete für das edle Gewürz sind Kuchen, Gebäck, feine Soßen und Suppen. Generell passt Safran perfekt zu allen orientalischen, indischen und arabischen Gerichten. Am besten entfalten sich Farbe und Aromen von Safran, wenn Sie Safranfäden einige Minuten in etwas warmem Wasser, Milch, Brühe oder Wein einweichen und die Mischung gegen Ende der Garzeit an das jeweilige Gericht geben.