Kümmel


Sein charakteristisches, intensives Aroma verdankt Kümmel den darin reichlich enthaltenen Ölen. Geschmacklich erinnert er entfernt an Anis und Fenchel, mit denen er botanisch verwandt ist. Die ätherischen Öle in Kümmel bringen gleich mehrere wohltuende Effekte, besonders für Magen und Darm: Sie regen den Appetit leicht an, sorgen für die Ausschüttung von mehr Magensäure, entspannen die Muskulatur im Verdauungstrakt und wirken außerdem antibakteriell, bekämpfen also krankmachende Keime. Tee aus Kümmel gilt – pur oder mit Anis und Fenchel gemischt – als ausgesprochen hilfreich bei Magen- und Darmbeschwerden aller Art; traditionell kommt Kümmeltee aber auch oft zum Einsatz, um bei Stillenden die Milchbildung anzuregen. In der Naturheilkunde hat Kümmel außerdem Bedeutung als bewährtes Hausmittel bei Husten. Wo es Kraut gibt, ist auch Kümmel nicht fern! Im Süden Deutschlands spielt Kümmel daher eine besonders große kulinarische Rolle: Dort liebt man zwar auch Brot und Brötchen mit seinem typischen Geschmack, würzt damit aber vor allem Spezialitäten wie Bayerisch Kraut, Schweinebraten, gebratene Haxe, Obatzten oder Gulasch. Aber auch in anderen Regionen sowie in anderen Ländern kommt Kümmel vor allem bei deftigen und gehaltvollen Gerichten zum Zug. Aus guten Gründen: Das Gewürz gibt einerseits einen kräftigen Geschmack und macht andererseits sonst Schwerverdauliches gut bekömmlich. In der ost-europäischen Küche kommt Kümmel gern und oft in die Töpfe, beispielsweise gehört er zwingend in ein gutes Szegediner Gulasch oder in eine deftige Gulaschsuppe.